Systemische Psychotherapie

Aspekte systemischer Psychotherapie, 
die für mich persönlich besonders bedeutsam sind.

Die systemische Perspektive bezieht das Umfeld (Partnerschaft, Familie, Arbeit, Gesellschaft…) eines Menschen besonders ein und widmet den Wechselwirkungen zwischen Individuum und Umfeld besondere Aufmerksamkeit.
Man geht davon aus, dass ein Problem oder eine Krankheit nicht nur Ausdruck eines Konflikts des inneren Systems ist, sondern ein Zusammenhang mit der Umgebung besteht, mit dem äußeren System in dem die Person lebt, mit der Paarbeziehung, der Familie, dem Arbeitsfeld, dem Lebenskonzept, dem Wandel der Gesellschaft etc. Jeder Mensch ist ein handelndes Mitglied eines Systems und hat prinzipiell die Möglichkeit, auf dieses Einfluss zu nehmen. Jede Einflussnahme hat Auswirkungen auf das System, dies hat wieder Auswirkungen auf den Einzelnen. Hat man nun ein Problem, so hat man oft das Gefühl abhängig oder ausgeliefert zu sein. Man glaubt, kaum noch auf die aktuelle Lebensgestaltung Einfluß nehmen zu können.

 

Der Therapeut/die Therapeutin ist weniger Expertin für das Problem (denn niemand kennt sein Problem besser als der Klient/die Klientin). Er/sie ist nicht jemand, der Diagnosen stellt und Lösungen vorgibt, sondern Experte dafür, Menschen so anzuregen, dass die bisherigen Konstruktionen überprüft werden können. Somit kommt Bewegung ins System, unbrauchbare Blockierungen, Perspektiven, Muster verändern sich, der Handlungsspielraum, das Gefühl von Kompetenz und Autonomie vergrößern sich.

 

Ziel der Therapie ist es, ein Mehr an Sichtweisen und somit an Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Jeder Mensch verfügt über all die Kompetenzen und Ressourcen, die zur Lösung des Problems notwendig sind. Es kann jedoch sein, dass diese Fähigkeiten zur Zeit auf bewusster Ebene nicht zugänglich sind.
Wahrnehmungen sind immer abhängig vom Beobachter selbst.
Je nach Perspektive wird man eine Vase oder zwei sich zugewandte Gesichter sehen, d.h.die Beschreibung der Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit, sondern hängt von unserem Standpunkt ab. Dieser wird in Sprache gefasst und mit Bedeutungen versehen. Nachdem Gedanken ja nicht unmittelbar mitgeteilt werden können, sondern (meist) über die Sprache vermittelt werden, „konstruieren“ wir mit unserer Sprache die Wirklichkeit, d.h. Kommunikation ist ein Austausch von „Wirklichkeitskonstruktionen“.

Anstatt eines Ursache-Wirkung-Denkens, steht prozesshaftes, zirkuläres Denken im Vordergrund. Oft hängt es vom persönlichen Standpunkt ab, wo man Ursache oder Wirkung sieht (Frau: Weil mein Mann von der Arbeit immer so spät nach Hause kommt, bin ich so unfreundlich! Mann: Ich komme immer so spät nach Hause, weil meine Frau so unfreundlich ist!).

Die Systemische Theorie ist beeinflusst von der Chaostheorie, dem Konstruktivismus, Selbstorganisationskonzepten, Kybernetik und Synergetik.

BeziehungsWeise

Psychotherapeutische Praxis
Friedenszeile 50, 1130 Wien
Telefon: 0664 – 311 62 78
 

Maria König-Eichhorn

Psychotherapeutin/ Systemische Psychotherapie
Imago-Therapeutin/Mediatorin